Archiv für den Tag: 10. November 2010


Und wieder 50000 Studenten auf Protest-Marsch

..diesmal in London: [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=W1bHOFHyEf0]

Gegen etwa 14 Uhr stürmten bis zu 2.000 Demonstranten das Millbank-Gebäude, indem sich auch das Hauptquartier der Regierungspartei befindet. Das ganze Gebäude wurde eingenommen und das Dach besetzt, auch Deutsche Medien berichten, wenn auch einseitig. Mehere tausend Polizisten in Kampfmontur sind im Regierungsviertel zusammengezogen. Gegen 17 Uhr drangen diese in das Gebäude ein. Etwa 800 Aktivisten sollen zu dem Zeitpunkt in und am Gebäude gewesen sein. Entgegen Medienberichten ist das Gebäude (20 Uhr) nicht vollständig geräumt.

Bereits am Mittag wurden vor dem Parlament Metallgitter umgestürzt und Rauchgaskanister entzündet. Der soziale Krieg wird auch im Internet geführt: Unter dem Hashtag der Prostete “demo2010″ liefern sich Befürworter und Gegener der Aktionen Wortgefechte.

Ich verurteile die Gewalt – den zivilen Ungehorsam – nicht! Ich halte ihn für mehr als notwendig und sogar noch in viel größerem Ausmaße – EU-weit – für angebracht.


Der Wettkampf der Nationen muss beendet werden

Da die betroffenen europäischen Staaten in einem engen Austausch von Gütern und Kapital stehen, ist da, was ein Land tut, niemals ohne Konsequenzen für die anderen Länder. Wenn also ein Land über Jahre hinweg, so wie Deutschland das getan hat, seinen Gürtel enger schnallt, dann betrifft das ganz unmittelbar und direkt die anderen Länder, selbst wenn sich der gesamte Sachverhalt erst nach einigen Jahren aufklärt.

Weil es aber keine vernünftigen und fairen internationalen Regeln gibt, herrscht in den internationalen Beziehungen heute das Gesetz des Dschungels. Das kann man leicht erklären. Wenn man einen verletzten Menschen auf der Straße trifft, was würde man dann in der Zivilisation tun? Nun, man würde versuchen zu helfen, man wird aber sicherlich auch die Frage stellen, wie dieser Mensch zu Schaden gekommen ist, also durch sein eigenes Verschulden, oder gab es einen Dritten, der ihn verletzt hat, der also die Schuld trägt? Im Dschungel muss man diese Frage nicht stellen. Im Dschungel kommt es nur darauf an, ob man helfen will oder kann. Die Frage nach der Schuld erübrigt sich, weil es hier ohnehin keine Möglichkeit gäbe, ein Fehlverhalten zu bestrafen. Nur in Systemen mit klaren Regeln stellt man die Frage >>Wer war das?<<

Nun schauen wir an, was gerade mit Griechenland passiert oder was der Internationale Währungsfonds mit Ländern zu tun pflegt, die im Rahmen von Finanzkrisen in Schwierigkeiten geraten. (mehr …)