corporate identity ‚Wirtschaft & Finanzen‘ der Piratenpartei Deutschland


aktuelle Entwicklungen (Presseanfrage Madelaine Janssen, G+J..) machen es denke ich     notwendig, eine corporate identity (CI) bzw. corporate communication     (CC) AG – übergreifend zu verfolgen.
    Von daher sollten wir finde ich rasch eine gemeinsame Position     unserer Leitmotive und (Verfahrens-)Maxime herausbilden. Ein ‚mission statement‘ mit unseren wirtschafts-politischen Leitlinien     sozusagen erarbeiten.
 Welches wir idealerweise zeitig von der PP abgesegnet bekommen und kommunizieren können.
Fragen zum mitmachen:
Welche gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen Inhalte / Entwicklungen sollten wir kommunizieren bzw. kritisieren?
Wie kann eine ‚piratige‘ Lösung zu oben genannten (unpiratigen) Entwicklungen aussehen?
der Fahrplan in diese Richtung kann meiner Meinung nach nur folgendermaßen aussehen:
  •     Vollgeldreform n. Huber
  •     alternative Lösung für Entzug umlaufenden Geldes durch Sparen /     Hortung
  • ‚Euthanasie der Rentiers‘ (Keynes) = sozial-verträgliches Ableben der Rentiers, der Bezieher leistungslosen Einkommens
  • Null-Zins Geld- wie Real-/Sachkapital (Keynes)
         – Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals -> 0
  • Einführung einer „LiquiditätsVerzichts-Prämie“ für Kapital-Bezieher / Kredit-Nehmer
-> im Gegensatz zur „LiquiditätsHaltungs-Prämie“ (2-3%) der Kapital-Besitzer (Keynes), diese würde somit neutralisiert
    =>>> Suffizienz-Wirtschaft
  •  bedarfsorientierte Marktwirtschaft
  •  Stagnation des Bevölkerungswachstums europaweit, weltweit
    =>>> wirtschafts-stabiles Nullwachstum (steady state)
   -> gemeint ist ein Stillstand in Bezug auf die Kapital- und Bevölkerungs-Zunahme – nach dem Erreichen des Wachstumsziels – ein Leben in Wohlstand für Alle (vgl. J.S. Mill)
Dieser Zustand wäre sehr erstrebenswert, da sämtliche Innovation bei der Produktion und auch stoffliche Bedürfnisse substituierendes Wachstum in sozialen, kulturellen, Wissens-Feldern.. etwa einer Reduktion der zur indiv. Reproduktion notwendigen, industriellen Arbeitszeit dienen könnte
Der Begriff Suffizienz-Wirtschaft wurde im       deutschsprachigen Raum 1993 erstmals von Wolfgang Sachs (ist Forscher,       Hochschullehrer und Publizist im Themengebiet       Umwelt-Entwicklung-Wirtschaft) verwendet, der erklärte:
  • „Einer naturverträglichen Gesellschaft kann man in der Tat nur auf zwei Beinen näherkommen: durch eine intelligente Rationalisierung der Mittel wie durch eine kluge      Beschränkung der Ziele. Mit anderen Worten: die „Effizienzrevolution“ bleibt         richtungsblind, wenn sie nicht von einer „Suffizienzrevolution“ begleitet wird.“
Renommierte Vertreter & Anhänger dieses Wirtschafts-Paradigmas sind etwa Niko Paech „Regionalökonomie, Subsistenz und Suffizienz, „die letztlich in einer höheren individuellen Lebensqualität und mehr Gemeinwohl resultieren.“,
Dirk Löhr (Freiwirtschaftler..) … und die Vision / der Ansatz hinter der Suffizienz-Wirtschaft Begriff geht meines Erachtens konform mit etwa der von Christian Felber (Referent zu Wirtschafts- und Gesellschaftsfragen) geprägten ‚Gemeinwohl-Ökonomie‘.
wir sollten einen squad ins Leben rufen, der Wege und Möglichkeiten aufzeigt sowie Zielkonflikte benennt und darstellt.
Abgrenzung Suffizienz-Wirtschaft:
  • der „technische Weg„: Entkopplung über Effizienz und Konsistenz (Paech)
..geht von der Prämisse aus, dass ökonomisches Wachstum durch Technik- und Systeminnovationen von den Stoffströmen entkoppelt werden könne. Für die durch das Wachstum verursachten Umweltprobleme, sollen also technologische Lösungsmöglichkeiten gefunden werden. Die strategischen Wege, über die der technische Weg gegangen werden soll, sind v.a. die ökologische Effizienz und Konsistenz.
  • der „kulturelle Weg„: Suffizienz / ökologischer Strukturwandel  (Paech)
..steht – anders als Effizienz und Konsistenz – der Hoffnung, permanentes ökonomisches Wachstum ökologisch zu entschärfen und so durchzuhalten, pessimistisch gegenüber. „Jeder Euro, Dollar oder Yen hinterlässt eine energetische Schleifspur, weil er den Anspruch auf einen realwirtschaftlichen Gegenwert verkörpert, der nie gänzlich ohne energetischen Aufwand bereit gestellt werden kann.
Der kulturelle Weg umfasst in Abrenzung zum technischen Weg Maßnahmen, die an den Wachstumsursachen ansetzen, statt händeringend nach (umwelt)technischen Lösungen für die Machbarkeit weiteren Wachstums zu suchen.
Ziel Suffizienz-Wirtschaft / nachhaltiges Wachstum:
„Die Hoffnung liegt also in der Entkopplung von Wirtschaftswachstum und den dadurch verursachten Umweltbelastungen, der ‚Zaubertrick‘ heißt ‚Innovation‘.
Man hofft auf eine ‚Triple win ‚-Konstellation, indem Gewinne für die Umwelt (Ökologie / Effektivität), die Wirtschaft (Ökonomie / Effizienz) und sozialer Fortschritt (Soziales / Verteilungsgerechtigkeit) erzeugt wird.“
Literatur:
Dirk Löhr – Die Plünderung der Erde

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