Archiv für den Tag: 15. November 2013


Deutsche Post: Porto für Briefe wird teurer

Deutsche Post: Porto für Briefe wird teurer

tja, 9% Inflation – in nur einem Jahr, seitdem die Briefmarken 58 Cent kosten, nicht? kooomisch! Dabei dachte ich die EZB sehe sich dazu aufgefordert, alles für eine progressive Teuerung / Real-Inflation in der EURO-Zone zu tun, da eine Rezession droht und kaum noch Inflation gemessen werden kann..?! ^_^

Wie das mit der Blasen-Wirtschaft eben so ist, wird die an einem realen Angebots-Markt gekoppelte Preisfindung immer dort ausser Kraft gesetzt, wo sich kumulierte (Monopol-)Interessen über einen effizienten Wettbewerb hinwegsetzen können. So auch bei der Deutschen Post.

Auf der anderen Seite – und das gilt (noch) für weitaus die meisten Gewerbe-Branchen, wird wohl ein zunehmend heftiger werdender Preiskampf die erzielbaren Preise für viele Dienstleistungen und Waren in den Keller schicken. In EURO-Land – gerade im Preis- und Lohndumping-Land der Deutschen – wird das Preisniveau über kurz oder lang erst einmal implodieren. Die Deutsche Post AG, als quasi Monopol-Betrieb auch 20 Jahre nach Privatisierung der Deutschen Bundespost, dürfte da eine der wenigen Ausnahmen sein.

Die Preise werden sich also absehbar auseinander entwickeln, weil 1. in sämtlichen Sparten bei der der werksvertragliche Charakter der Dienstleistung mit sinkender Nachfrage / Kaufkraft einhergeht und ein gesunder, effizienter Markt vorliegt (viele mittelständische Industrie- und Handelsbetriebe, freie Dienstleister) der Konkurrenzkampf um die Rest-Nachfrage weiter zunehmen wird; dementsprechend der Preisdruck steigt.

Und 2. dennoch in Monopol-Märkten aufgrund fehlender Konkurrenz und ausbleibenden Preisdruckes aufgrund der Marktmacht der Monopol-Anbieter ein vergleichsweise hohes Preisgefüge auf dem (kranken!) Markt ohne echte Konkurrenz durchgesetzt werden kann. Die Produktpreise und somit auch die gewerblich erzielbare Rendite in diesem Falle also einem möglichen Deflations-Trend (länger) in der europäischen Wirtschaftszone widerstehen können.

Die Deutsche Post plant, das Porto für den Standardbrief von derzeit 58 Cent zum 1. Januar 2014 auf 60 Cent zu erhöhen. Die Bundesnetzagentur muss dem Antrag aber noch zustimmen.

Quelle: DWN

 


Rasch noch ein paar Bitcoins kaufen?

Die spin-doctoren der Finanz-Konfession haben die Witterung aufgenommen und sind angesprungen auf den fetten Braten, zu dem Kryptowährungen gemacht (aufgeblasen) werden können:

Eine andere Möglichkeit für eine Bitcoin-Konkurrenz besteht in der Entwicklung eines Zahlungsmittels, das Bitcoin aus ökonomischen Gründen überlegen ist. Hier wäre es beispielsweise vorstellbar, dass digitales Geld zu einem festen Wechselkurs gegenüber einer staatlichen Fiatwährung, z.B. dem Euro, vom Emittenten herausgegeben und jederzeit wieder zurückgenommen wird.

Der Emittent des Geldes müsste sich dabei verpflichten, alle so eingenommen Euro in risikoarmen, festverzinslichen, auf Euro lautenden Wertpapieren anzulegen. Die daraus resultierenden Zinseinnahmen könnten dann dazu verwendet werden, den Wechselkurs des Geldes gegenüber dem Euro langfristig aufzuwerten. Da die Zinseinnahmen bei festverzinslichen Wertpapieren feststehen, könnte die mögliche Aufwertung über einen Zeitraum von mehreren Jahren immer schon im Voraus berechnet und bekanntgegeben werden.

Diese Wechselkursstabilität gegenüber dem Euro würde das Geld als Zahlungsmittel attraktiver machen als Bitcoin. Da die Zinsen festverzinslicher Wertpapiere in der Regel über der Inflationsrate liegen, würde das digitale Geld auch einen Inflationsschutz gegenüber der Euro-Inflation bieten.

Autor Rainer Maurer