Archiv für den Tag: 18. November 2010


Irland steht mit dem Rücken zur Wand – Addendum zum Schlussgedanken

Der SpiegelFechter – Jens Berger – im Schlussgedanken des gerade publizierten Artikels „Irland steht mit dem Rücken zur Wand„:

Warum gestattet die EU nicht, dass sich Staaten, die am Markt zu hohe Aufschläge zahlen müssten, mit Auflagen über die EZB finanzieren? Wie das funktionieren kann, bewies unlängst die FED, die erst vor kurzem ankündigte, Staatsanleihen im Wert von 600 Milliarden US$ aufzukaufen. Für Angela Merkel wäre das jedoch unattraktiv, kann sie doch nun direkt Einfluss auf die Politik der PIIGS-Staaten nehmen.

Das kann ich Dir sagen, mein lieber SF, da die EZB im Gegensatz zur FED nicht in der Lage ist, Geld aus dem Nichts zu schaffen und damit Europa zu versklaven. In der EU läuft das etwas anders: Hier ist Brüssel auf ein stabiles Wechsel-Verhältnis des Euro zum US-Dollar bedacht. Würde der Euro heute auch nur ansatzweise eine derartige Inflation erfahren, und zwar durch simples „quantitative easing“ in Form des Ankaufs von (EU) Schatzpapieren der Staats-Haushalte durch die EZB – wie dies bei der Inflationierung des US$ durch die FED erneut der Fall ist, befänden wir uns morgen im 3. Weltkrieg.

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